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Abraham Lincoln – Vampirjäger – Geschichtsunterricht mal anders

Präsident Nr. 16 mal ganz anders

Kentucky, 1820. Nach einem Streit am Pier stirbt Abrahams Mutter unter mysteriösen Umständen an seltsamen Bissspuren. Geplagt von der Tatsache, dass er selber das Attentat in jungen Jahren mit ansehen musste, schwört er Rache – und trifft so im Mannesalter auf den Vampirjäger Henry (Dominic Cooper). Dieser eröffnet ihm dann auch gleich, dass die gesamten Südstaaten von Vampiren nur so unterlaufen sind und sich anschicken ganz Nordamerika zu besetzen. Kurzum beschließt Henry den jungen Abraham (Benjamnin Walker) ebenfalls zum Vampirjäger auszubilden damit dieser endlich Rache nehmen kann und, mehr nebenher, die mutierten Sklaventreiber auszumerzen. Natürlich hält ihn die ganze Plackerei kaum auf, seine in der Geschichte manifestierten Ziele zu erreichen …

Gleich vorweg: Wer hier eine Ausflucht aus dem Geschichtsunterricht sucht, wird mit einem Halbwissen belohnt, das nicht der Rede wert ist. Das Grundgerüst der Geschichte ist zwar durchaus richtig, der Rest aber ist, wen wundert’s, absolut frei erfunden. Die Vampire damit natürlich (oder leider?) auch. Dennoch weiß der neue Film vom Wanted-Regisseur Timur Bekmambetov durchaus zu unterhalten. Das liegt mitunter daran, dass Vampire, nach Jahren der Kastration, endlich nicht mehr nur in der Sonne glitzernde Tunten sind. Abraham Lincoln Darsteller Benjamin Walker überzeugt in seiner ersten größeren Rolle zwar keineswegs und auch auch sein Kompagnon Dominic Cooper als cooler Vampirjäger ist etwa so eisig wie eine Packung TicTac für Kinder. Dafür weiß aber die gesamte Inszenierung, wenn auch mit zweifelhaften Passagen (wie die mit den entlaufenden Pferden), im richtigen Kontext gesetzt zu überzeugen. Dieser lautet wie folgt: Beste Freunde einladen, Bier holen und Spaß haben. Wenn Geschichte doch immer so abgedreht wäre!

 

Filminfo:

“Abraham Lincoln – Vampirjäger”

Kinostart: 03. Oktober 2012

Regie: Timur Bekmambetov

Darsteller: Benjamin Walker / Dominic Cooper / Mary Elizabeth Winstead

 

Text: Moritz Schwertner

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